Wenn Berlin noch schläft, singt BeVo FirstLight
Es ist vier Uhr morgens. Dunkel. Nieselregen. Ein Fuchs schleicht vorbei. Im fast menschenleeren Bahnhof Zoo kommt die U9 in ein paar Minuten. Was zum Geier tue ich hier?
Ah, Station Amrumer Straße. Da sind ja Max und Gesine. Stephan und Daniela sind mit dem Rad gekommen, Kati ausnahmsweise mit dem Auto. Und wofür das Ganze?
Genau: 125 Stunden ununterbrochener Chorgesang. Weltrekord!
Was für eine verrückte Idee vom Chorverband Berlin, sein 125-jähriges Jubiläum genau so zu feiern. Im ATZE Musiktheater läuft die Uhr, zwei Bühnen sind vorbereitet. Jeder Chor, jedes Ensemble singt genau eine halbe Stunde, dann wandern die Scheinwerfer zur nächsten Bühne, wo schon der nächste Chor bereitsteht. Läuft wie geschmiert.
BeVo FirstLight beginnt, passend zur Uhrzeit, mit „Quiet Place“. Eine kleine Hommage an die stillen Berliner Straßen, durch die wir gerade gekommen sind. Um fünf Uhr morgens sitzen immerhin drei Zuhörer:innen vor uns, die spätestens bei „Rehab“ mitschnippen und begeistert applaudieren.
Party um 5:20 Uhr morgens? Klar. Bei „Flowers“ geht das.
Und als sich die letzten Minuten unserer halben Stunde doch ein wenig ziehen, gibt es ja immer noch „Sinene“, fantasievoll und ausgiebig improvisiert, bis schließlich die Scheinwerfer zur anderen Bühne rüberschwenken.
Zweimal durften wir bei diesem ziemlich verrückten Weltrekord dabei sein. Und wir sechs sind danach definitiv ein eingeschworenes Team.
Hat wirklich Spaß gemacht! 😊🎶
