Artikel aktualisiert am 27.09.2018

MonikaWoher kommst du, seit wann lebst du in Berlin?  25 Jahre lebe ich nun in Berlin! Meine Wurzeln sind in einem kleinen Heidedorf im Norden von Westfalen: Ladbergen. Dort gibt es nicht einmal einen Bahnhof!

Wie bist du auf BerlinVokal gestoßen?  Ich war bei der Geburt dabei.

Hast du vorher in anderen Chören gesungen (oder singst noch)?  Ich singe schon ewig in Pop- und Jazzchören, länger jedenfalls, als ich in Berlin lebe. Inspiriert durch das Münsteraner Ensemble Scream & Shout (auf den allerersten Voicepop Samplern vertreten). Mein erster Chor war noch in Münster Voicebox, der letzte vor BerlinVokal waren die Village Voices. Manchmal mache ich Ausflüge in die klassische Chormusik (Berliner Konzertchor, Rundfunkchor Mitsingkonzerte). Im Juni 2018 konnte ich bei einem Mitsingkonzert mit dem fantastischen Rundfunkchor in der neuen Philharmonie in Paris Händels Messiah singen – ein unvergessliches Erlebnis!

Was gibt dir das Singen im Chor?  Es ist wie Atmen und nicht mehr wegzudenken.

Was gefällt dir an BerlinVokal besonders?  Der Chor gibt mir viel Energie und ich lerne eine Menge. Aber am meisten beeindruckt mich der Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der einzelnen Leute. Wir sind fast immer komplett bei Auftritten, Chorwochenenden, Konzertreisen usw. Die meisten im Chor haben Familie, viele haben Kinder. Alle stehen mit beiden Füßen im Beruf. Ich bin immer wieder tief beeindruckt, was jeder Einzelne von uns zeitlich möglich macht.

Welche Funktion hast du bei BerlinVokal auf der Bühne?  Na ja – Sopran singen.

Welche außerhalb der Bühne?  Unsere Aufgabenverteilung rotiert, mal kümmere ich mich um schöne Orte für Chorwochenenden, mal um nette Räume für unsere Konzerte. Außerdem bin ich zuständig für die Kommunikation mit dem Chorverband und die Geschäftsführung von BerlinVokal.

Hast du einen Lieblingstitel aus dem Repertoire?  Purple Rain!

Welche Musik hörst du gerne, welche überhaupt nicht?  Vormittags mag ich lieber Klassik hören, vorzugsweise gestrichen, z.B. immer wieder die Bachschen Cello-Suiten. Zum Abend hin dann eher was Jazzigeres, sehr gerne Esbjörn Svenson Trio, Aaron Parks, Julia Hülsmann, Anke Helfrich. Aktuelle Neuentdeckung: die südkoreanische Jazzsängerin und Songschreiberin Youn Sun Nah!

Dein/e Lieblingssänger/in?  Ich habe ein Faible für Frauenstimmen aus Skandinavien: Silje Nergaard, Fredrika Stahl, Jeanette Lindström, Rigmor Gustafson, Victoria Tolstoi, Rebecca Bakken, auch Björk. Gemessen an der Zahl der CDs in meinem Regal gehört aber auch die polnische Jazzsängerin Anna Maria Jopek dazu. Und ja – ich gehöre zur Generation CD! Ich habe einen richtigen CD-Spieler und große Stereo-Boxen zuhause.

Dein Lieblingsfilm?  Ich bin ein Berlinalefan und nehme mir jedes Jahr frei, um dann tagelang in den Berliner Kinos zu sitzen. Dort habe ich vor einigen Jahren „Dopo Mezzanotte“ entdeckt – einen hinreißenden Liebesfilm, der im Filmmuseum von Turin spielt und wie „Cinema Paradiso“ und „The Purple Rose of Cairo“ eine Liebeserklärung an den Kinofilm ist.

Gibt es ein bislang unerfülltes Urlaubsziel?  Ich bin eine Vulkansammlerin und da steht nach Island, Hawaii und Neuseeland nun die Vulkankette in Südamerika auf der Wunschliste! Und dann wären da auch noch die Azoren…

Dein Lieblingsessen?  Risotto. Nachdem das gleichnamige Restaurant in Mitte geschlossen hat, bin ich für jede neue Empfehlung dankbar!

Welche Sendungen schaust du dir gerne im Fernsehen an?  Ich bin ein Fan von gut gemachten Dokumentationen zu meinen Lieblingsthemen Architektur, Geschichte, Kunst oder Musik. Auch Filmbiographien schaue ich mir gerne an. Langweilige Antwort, nich?

Wenn du eine Stunde nichts zu tun hast, was machst du dann?  Wenn ich eine Stunde nichts zu tun habe, zelebriere ich die Langsamkeit. Wenn ich zwei Stunden nichts zu tun habe, fahre ich zum Schlachtensee, wandere einmal drum herum und lasse mir den Wind um die Nase wehen und meine Gedanken baumeln.

Kategorien: Sopran