Monika, Sopran

Woher kommst du, seit wann lebst du in Berlin?  30 Jahre lebe ich nun in Berlin! Meine heimatlichen Wurzeln sind in einem kleinen Heidedorf im Norden von Westfalen: Ladbergen.

Wie bist du auf BerlinVokal gestoßen?  Ich war dabei, als BerlinVokal auf die Welt kam.

Hast du vorher in anderen Chören gesungen (oder singst noch)?  Ich singe schon ewig in Pop- und Jazzchören, länger als ich in Berlin lebe. Inspiriert durch das Münsteraner Ensemble Scream & Shout (auf den allerersten Voicepop Samplern vertreten). Mein erster Chor war noch in Münster Voicebox, der letzte vor BerlinVokal waren die Village Voices. Manchmal mache ich Ausflüge in die klassische Chormusik (Berliner Konzertchor, Rundfunkchor Mitsingkonzerte). Am 16. Januar 2023 bin ich im Chor dabei, wenn Wolfgang Roese „Die Schneekönigin“ mit großem Orchester, Chor, Sopran und Sprechstimme (ChrisTine Urspruch) in die Berliner Philharmonie bringt.

Was gibt dir das Singen im Chor?  Es ist wie Atmen und nicht mehr wegzudenken.

Was gefällt dir an BerlinVokal besonders?  Der Chor gibt mir viel Energie und ich lerne eine Menge. Aber am meisten beeindruckt mich der Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der einzelnen Leute. Wir sind fast immer komplett bei Auftritten, Chorwochenenden, Konzertreisen usw. Die meisten im Chor haben Familie, viele haben Kinder. Alle stehen mit beiden Füßen im Beruf. Ich bin immer wieder tief beeindruckt, was jeder Einzelne von uns zeitlich möglich macht.

Welche Funktion hast du bei BerlinVokal auf der Bühne?  Sopran singen.

Welche außerhalb der Bühne?  Wir haben eine gute Aufgabenverteilung bei BerlinVokal. Ich kümmere mich um schöne Orte für Chorwochenenden und bin zuständig für die Kommunikation mit dem Chorverband, also sozusagen die Geschäftsführung von BerlinVokal.

Hast du einen Lieblingstitel aus dem Repertoire?  Wenn ich nur einen nennen darf, dann Purple Rain. Aber es gibt einige Lieblingstitel.

Welche Musik hörst du gerne, welche überhaupt nicht?  Vormittags mag ich lieber Klassik hören, vorzugsweise gestrichen, z.B. immer wieder die Bachschen Cello-Suiten. Zum Abend hin dann eher was Jazzigeres, sehr gerne Esbjörn Svenson Trio, Aaron Parks, Julia Hülsmann, Anke Helfrich, Youn Sun Nah.

Dein/e Lieblingssänger/in?  Ich habe ein Faible für Frauenstimmen, die meisten kommen aus Skandinavien: Silje Nergaard, Fredrika Stahl, Jeanette Lindström, Rigmor Gustafson, Victoria Tolstoi, Rebecca Bakken. Björk habe ich 2022 nochmal in der Waldbühne gesehen, das war toll! Neu entdeckt habe ich für mich Anna Greta und Kadri Voorland. Gemessen an der Zahl der CDs in meinem Regal gehört auch die polnische Jazzsängerin Anna Maria Jopek zu meinen Favoritinnen. Und ja – ich gehöre zur Generation CD! Ich habe einen richtigen CD-Spieler und große Stereo-Boxen zuhause.

Dein Lieblingsfilm?  Ich bin ein Berlinalefan und nehme mir jedes Jahr frei, um dann tagelang in den Berliner Kinos zu sitzen. 2021 gab’s die Berlinale im Sommer in verschiedenen Freiluftkinos – das hat mir auch sehr gut gefallen. „Dopo Mezzanotte“ ist schon seit vielen Jahren mein Lieblingsfilm – ein hinreißender Liebesfilm, der im Filmmuseum von Turin spielt und wie „Cinema Paradiso“ und „The Purple Rose of Cairo“ eine Liebeserklärung an den Kinofilm ist.

Gibt es ein bislang unerfülltes Urlaubsziel?  Ich bin eine Vulkansammlerin und war in Island, auf Hawaii, in Neuseeland und auf den Azoren, aber noch nie in der Eifel. Das ist jetzt mal dran!

Dein Lieblingsessen?  Risotto. Nachdem das gleichnamige Restaurant in Mitte geschlossen hat, bin ich für jede neue Empfehlung dankbar!

Welche Sendungen schaust du dir gerne im Fernsehen an?  Ich bin ein Fan von gut gemachten Dokumentationen zu meinen Lieblingsthemen Architektur, Geschichte, Kunst oder Musik. Auch Filmbiographien schaue ich mir gerne an. Langweilige Antwort, nich? Meine jüngste Empfehlung ist die rbb Dokureihe „Schicksalsjahre eine Stadt“.

Wenn du eine Stunde nichts zu tun hast, was machst du dann?  Wenn ich eine Stunde nichts zu tun habe, zelebriere ich die Langsamkeit. Wenn ich zwei Stunden nichts zu tun habe, fahre ich zum Schlachtensee, wandere einmal drum herum und lasse mir den Wind um die Nase wehen und meine Gedanken baumeln.

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